



Wippdrehbank
Grünholzdrechseln
Sobald wir Geld in etwas investieren, investieren wir in der Regel unsere Arbeitszeit, also Lebenszeit. Früher wurde wohl bedacht in Dinge investiert, die auch der nächsten Generation noch erhalten bleiben. Um die Wirtschaft am Laufen zu halten werden Produkte heute hingegen mit einer geplanten Obsoleszenz versehen, um frühzeitig zu verschleißen. Warum wollen wir heute nur noch das Neuste, das Schönste und nicht mehr das Beste? Warum interessieren wir uns nicht mehr für die Herkunft und die Qualität unserer Sachen?
Die Theorie: Um den Menschen den Wert der Dinge wieder näher zu bringen, müssen sie vor ihren Augen entstehen. Bezüge müssen geschaffen werden. Von der Materialbeschaffung bis hin zum Produkt sollten die Prozesse möglichst regional stattfinden. Wir brauchen mehr Transparenz, um die Produktion begreifen zu können und sie präsenter zu haben. Mein Ansatz hier ist es, die Konsumenten zu Produzenten zu machen. Die Wipp-Drehbank ist als Projekt gedacht. Drechseln ist ein faszinierendes Handwerk, bei dem man schnelle Erfolgserlebnisse hat. Man entwickelt ein Gefühl für Materialien und lernt Gebrauchsgegenstände zu fertigen und zu schätzen.
Gegenüber der elektrischen Drechselbank hat die Wipp-Drehbank insofern Vorteile, dass sie weniger gefährlich ist und sich dadurch auch für Kinder eignet. Kostengünstiger ist, keinen Strom verbraucht, einen fit hält und auf- und abbaubar ist – wo auch immer sie zum Einsatz kommen darf.
